A Travellerspoint blog

Von der zuckersuesse Hauptstadt zur Death Road

all seasons in one day 20 °C

Sucre - eigentlich nach einem General, dem 2. Praesidenten Boliviens benannt, praesentiert sich trotzdem mit strahlend weissen kolonialen Gebaeuden. Gut, nicht so weiss wie die in Arequipa, aber hey, vielleicht haben wir einfach schon zuviel gesehen.
Sucre hat Charme, ungefaehr 1000x mehr als LaPaz, nette Cafes liegen in schattigen Innenhoefen, vom Praesidentenpalast prangt der bolivianische Einheitsspruch " La Union es la fuerza" und ein bunter Markt erinnert doch an das eigentliche Bolivien. Hier kriegt man wiedermal alles zu kaufen...von der Zahnpasta bis zum Lamakopf. Wir trauten uns mittags dort zu essen, freuten uns, dass das Fleisch wirklich durchgebraten war (irgendwie essenziell wenn man sieht wie die Kuehlkette hier funktioniert...naemlich gar nicht) und ueberlebten wundersamerweise alle unbeschadet.

So rueckkblickend betrachtet ging es in Sucre tatsaechlich nur ums Essen, wen wunderts nach den vorherigen Tourtagen an denen wir eigentlich immer hungrig vom Tisch aufgestanden sind. So assen wir uns quer durch das Angebot, vom Grillteller im typischen Restaurant bis zur Dessertauswahl im franzoesichen Lokal. Ach und natuerlich die Chocolatiers nicht zu vergessen, die einem an jeder Strassenecke begegneten.

Weiter ging es nach La Paz, wiedermal ein Nachtbus in dem wir durchgeruettelt worden sind und wir waren uebergluecklich im Hostel anzukommen, in dem wir unglaublicherweise 2 ganze Naechte wirklich schlafen konnten!

LaPaz, eine Haeusermasse am Berg, zwischen dem unteren und oberen Teil der Stadt liegen sage und schreibe 1000 Hoehenmeter. Um die Schoenheit La Pazs zu sehen muss man das Licht ausschalten, echt, bei Nacht ist es gar nicht so unansehlich...also wenn man es von weiter weg betrachtet.
Allerdings hat sogar diese Stadt gute Seiten.
1. die Souvenirlaeden... bunte Stoffe, Taschen, Tuecher. Gitarren, Panfloeten, Hippiehosen. Alles zu unfassbaren Preisen. Es faellt einem schon schwer zu handeln wenn ein T shirt 3 Euro kostet
Apropos 2. die Preise: Schonmal in einem Spitzenrestaurant mit Nachtisch fuer 10 Euro gegessen
3. Der Hexenmarkt. Kokablaetter, die unterschiedlichsten Kraeuter, Glueckssteine,Lamaembryos und verknitterte alte Frauen die sich in Grimmsmaerchenbuechern durchaus wohl fuehlen wuerden.
4. Natuerlich die Death Road!!

Nachdem wir uns nach nur kurzem Hin und Her fuer einen Anbieter entschieden hatten ging es um am Folgetag bereits um halb 7 los. Ein Van brachte uns zum hoechsten Punkt, 4700m ueberm Meeresspiegel, wir wurden mit Schutzkleidung ausgestattet ( die im Gegensatz zu denen der anderen Gruppen auch noch gut aussah ;) ) und begannen, bei strahlendem Sonnenschein, dierasante Abfahrt ueber die asphaltierte Strasse. Ideale Bedingungen, koennte man meinen, war aber nicht so. Sobald wir naemlich den einfacheren Teil verlassen hatten, die Strasse, eng, schlammig und schotterig wurde, tauchten wir in eine dichte Wolkenschicht ein. Es regnete und man sah die naechste Kurve wenn, dann nur schemenhaft.
Nach 5 min, war alles nass, die Handschuhe trieften, die Schuhe gaben bei jedem Schritt ein schmatzendes Geraeusch von sich und die Brille beschlug (was die Sicht nochmal enorm verbesserte).
So fuhren wir, ohne besonders viel von dem Abgrund ( was wahrscheinlich gut war) und der Landschaft zu sehen die glitschige, schlammige Strasse hinab, erinnerten uns, dass vor der Stillegung im Durchschnitt 100 Personen pro Jahr hier ihr leben liessen und hatten...ob man es glaubt oder nicht, Riesenspass ;)

Zur Belohnung wurden wir bei der Ankunft im Tal von den Moskitos empfangen und aufgefressen ( Papp erenners de dech un deng Been a Spuenien?? villmols merci fir d Veranlaagung, sou eng merde ;) )

Alles in allem, wiedermal ein tolles Erlebnis...und wir waren doch etwas traurig, dass wir am naechsten Tag nicht nur Bolivien verlassen und somit doch dem abenteuerlichen Teil unserer Reise den Ruecken kehren wuerden, sondern auch noch die Haelfte unserer Reisegruppe verlieren wuerden, da Jakob noch etwas mehr Zeit dort verbringen wollte und Vanessa weiter nach Kolumbien flog.

Posted by yasmine769 11:56 Archived in Bolivia

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